Heute habe ich für dich einen Erfahrungsbericht und zwar zum Thema „Bestempeln, Bemalen und Bedrucken von SnapPap“!
Vielleicht fragst du dich nun: „Was um Himmels Willen ist SnapPap“? Man findet dazu Begriffe, wie „Veganes Leder“ oder „Waschpapier“. Es besteht aus einer Papier-Kunststoff-Mischung und ist ein stabiles, waschbares Papier in Lederoptik, aus dem man die verrücktesten Dinge basteln und nähen kann und das man vorher mit Bügelfolie aufhübschen, mit einem Stift beschriften oder eben auch bestempeln und bedrucken kann. Und genau Letzteres habe ich mir zur Aufgabe gemacht.
Material
Völlig fasziniert von den vielen Anwendungsmöglichkeiten habe ich mir schon vor einiger Zeit SnapPap in braun, schwarz und weiss gekauft.

Im Wissen, dass ich mir irgendwann einmal aus einer meiner bunten SnapPap-Kreationen eine Geldbörse und/oder eine Tasche machen möchte, habe ich beschlossen, für alle meine Versuche Textilfarbe zu verwenden, die durch bügeln oder trocknen lassen wasserfest wird. Vielleicht hätte es auch mit normaler Acrylfarbe funktioniert? Ich weiss es nicht. Falls du Erfahrungen damit hast, lass es mich doch bitte wissen.
Erste Variante: Bedrucken von SnapPap
Um mein SnapPap möglichst einfach und effektvoll bedrucken zu können, habe ich meine Gel Press-Platte vom Format 15×15 cm hervorgeholt. Falls der Geldruck neu für dich ist, findest du im Internet und auch auf Youtube zum Beispiel unter Gelli Arts oder Gel Press viele Informationen und Anleitungen. Eine Einführung würde hier ins Endlose führen ;-).
Ebenfalls kamen verschiedene Schablonen und diverse Textilfarben zum Einsatz. Zum Bedrucken habe ich weisses SnapPap auf etwa 15×15 cm, entsprechend der Grösse meiner Gelplatte, zugeschnitten .

Erster Versuch
Bei meinem ersten Versuch habe ich verschiedenen Farbschichten in blau, braun und gelb in jeweils getrocknetem Zustand übereinander gelegt. Teilweise kamen dabei auch Schablonen zum Einsatz. Leider gelang der Farbabzug nur ungenügend. Ich weiss nicht, ob die (Textil-) Farbe eine Rolle spielt oder ob ich sonst etwas falsch gemacht habe. Auf jeden Fall war für mich dieser Versuch misslungen. Deshalb dachte ich, schlimmer kann es nicht mehr werden und habe noch einen oben draufgegeben: Rote Textilfarbe und Schablone gefasst und einen farbigen Akzent gesetzt! Naja, richtig glücklich war ich nicht …. aber sieh selber:

Doch Achtung! Jetzt kommt aber das Beste, wofür sich dieser Versuch alleine schon gelohnt hat.
Zur Vorinformation: Die verwendete Farbe muss nicht durch Bügeln fixiert werden, sondern einfach 24-48 Stunden getrocknet werden. Da meine Druckversuche noch keine 30 Minuten her waren und das SnapPap ja waschbar ist, kam ich auf die geniale Idee, den Druck rückgängig zu machen, das heisst ihn auszuwaschen! Ich legte also das SnapPap in ein mit Wasser gefüllte Lavabo in der Erwartung, dass sich Farbe löst….nichts geschah. Ich knetete das Stück Waschpapier durch… wieder nichts. Die Farbe hält und hält, nicht das kleinste Bisschen ist weg! Hier ist der Beweis:

Toll, oder? Das gibt mir nun die Gewissheit, dass beim Handling mit Produkten, die ich aus diesem SnapPap herstelle, nichts abfärbt!!!
Und zurück zu meinem missglückten Stück – ich muss dir etwas gestehen: Mittlerweile habe ich keine Ahnung, ob es mir gefallen will oder nicht. Auf jeden Fall bin ich froh, dass es noch existiert.
Zweiter Versuch
Bei meinem zweiten Stück SnapPap ging ich vorsichtiger ans Werk. Auf die ungereinigte! GelPlatte (ein Trick bei dieser Technik, der für Überraschungen sorgen kann) habe ich gelbe Farbe aufgetragen, diese trocknen lassen, eine Schablone aufgelegt und braune Farbe darüber verteilt. Diesmal ist der Farbabzug gut gelungen:

Wie du siehst, sind vom ersten Abzug auch noch feine Details in rot und blau vorhanden. Das ist so gewollt, gibt dem Ganzen ein wenig Pep und gefällt mir persönlich.
Beide Stücke sind Übungsteile. Ob ich daraus etwas machen werde, weiss ich noch nicht. Sie werden auf jeden Fall aufbewahrt, denn plötzlich schlägt vielleicht der Ideenblitz ein. Ich halte dich auf jeden Fall auf dem Laufenden, wenn sich daraus etwas ergibt.
Das Bedrucken von SnapPap hat viel Spass gemacht und die ersten Erfahrungen sind vielversprechend. Ich werde also dran bleiben.
Bei einem weiteren Blogbeitrag zum Thema erfährst du, wie es mir beim Bestempeln und Bemalen von SnapPap ergangen ist und findest Fotos vom Portemonnaie, das ich daraus gemacht habe. Ein Besuch lohnt sich ;-).

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