Willkommen zu meiner zweiten Karte aus der Blogserie „Auch Trauerkarten dürfen Farbe tragen“.
Diese Mal musste ich nicht lange überlegen, was ich machen könnte. Denn schon lange hatte ich für das Thema ein Bild vor Augen von Blumen, deren Blätter schon ein wenig welk sind.
Geeignete Motive gibt es einige in meiner Stempelsammlung. Und Distress Oxide liefert eine so tolle Farbpalette, dass es einfach war, diese Idee umzusetzen. Hast du übrigens schon bemerkt, dass ich ein Fan von Distress Oxide bin? Sie sind so vielseitig einsetzbar, dass ich automatisch immer wieder zu ihnen greife und nicht enttäuscht werde.
Aber nun geht es los mit meinem zweiten Beispiel für eine Trauerkarte mit Farbe.

Material
Weisser Tonkarton 250g/qm, Format A6
Grusskarte und Umschlag in passender Farbe, hier dunkelrot, Format A6
Schwarzer Fineliner Grösse M
Distress Oxide Stempelkissen in den Farben aged mahogany, candied apple, worn lipstick, frayed burlap, vintage photo und old paper
Verschiedene Stempel mit Blumenmotiv, Text und kleinen Punkten

Vorgehen
Um die Karte ruhig zu halten, wählte ich ein Stempelset von Altenew mit grossen Blumen und beschloss, nur eine Blüte davon zu nutzen. Das Spezielle an diesem Set ist, dass man Lagen von verschiedenen Farben übereinander stempeln kann und dadurch ein naturnahes Resultat erreicht.
Als erstes habe ich den Blütenumriss mit dem dunkelsten Rot-Ton, dem aged mahogany gestempelt. Danach wurde die Blütenstruktur von hell bis dunkel aufgebaut: der flächige Stempel mit worn lipstick aufgetragen, der erste Strukturstempel mit candied apple darüber gestempelt und die letzten feinen Strukturen noch mit aged mahogany ergänzt. Eine wunderschöne Blüte war entstanden.
Als nächstes war der Text an der Reihe, um zu wissen, wieviel Platz für die Blätter bleibt. Anstelle von schwarz nutze ich für Textstempel immer mal wieder gerne eine Farbe, die ich schon auf der Karte verwendet habe. Deshalb stempelte ich „Aufrichtige Anteilnahme“ mit aged mahogany und erhielt damit einen gut lesbaren, passenden Schriftzug.

Für ein schöneres, natürlicheres Aussehen wollte ich die Blätter teilweise unter die Blüte legen. Dazu habe ich mit einem leicht haftenden Klebeband eine Maske für die Blüte erstellt, indem ich auf ein Stück breites Post-It-Band den Blütenumriss stempelte und diesen mit der Schere ausschnitt. Diese Maske klebte ich auf die Blüte und ergänzte nun das Bild mit verschiedenen Blättern, die ich auf die gleiche Weise wie die Blume von hell bis dunkel mit old paper, frayed burlap und vintage photo in Lagen übereinander stempelte. Nach Entfernen der Maske hatte ich jetzt eine wunderschöne Pfingstrose vor mir.

Fertigstellung
Die Karte gefiel mir schon gut, war mir aber noch ein wenig leer. Deshalb beschloss ich, am rechten Rand neben dem Text eine Art Abschluss zu gestalten. Da es sich um eine Trauerkarte handelte, lag es nahe, dies mit einem schwarzen Streifen zu machen. Zuerst wollte ich diesen aus schwarzem Tonkarton schneiden und aufkleben, verwarf aber die Idee sofort wieder. Viel einfacher und ebenso effektvoll geht es nämlich mit einem schwarzen Fineliner. Ich habe hier die Grösse M mit einer Strichdicke von 1 mm verwendet, eine Linie gezogen -und war glücklich mit dem Ergebnis.
Um auch die grosse weisse Fläche ein wenig zu brechen, habe ich aus meinem Fundus einen kleinen Stempel genommen und mit diesem kleine Punkte mit old paper auf der Karte verteilt. Nun war es für mich stimmig.

Zum Schluss schnitt ich die Karte auf ein Format zu, das ein wenig kleiner als A6 ist und klebte sie mit doppelseitigem Klebeband auf die Grundkarte.

Und schon ist mein zweites Beispiel zur Blogserie „Auch Trauerkarten dürfen Farbe tragen“ fertig. Ich bin sehr glücklich damit.
Mit einem Klick auf „Auch Trauerkarten dürfen Farbe tragen #1“ findest du meine erste Karte zu diese Blogserie. Und nun geht es weiter mit meinem nächster Beitrag „Auch Trauerkarten dürfen Farbe tragen #3“. Ich hoffe, du bist wieder dabei!

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