Gelliprint mit Distress Oxide-Stempelfarben ist eine wundervolle Methode, um in wenigen Minuten mehrere Hintergründe zu gestalten, die du für weitere Papierprojekte gut nutzen kannst. Die Distress Oxide-Stempelkissen nutze ich gerne auf der Gelpress-Platte, da man damit auf einfache Art faszinierende Effekte erzielen kann. Wie das genau geht, zeige ich dir hier.

Das Ziel meines heutigen Vorhabens war, einen Hintergrund für eine Geburtstagskarte zu gestalten. Der Empfänger der Karte ist ein grosser Vogelliebhaber. Also landeten nebst der Gelpressplatte und den Stempelkissen auch ein paar Federn auf meinem Basteltisch.

Benötigtes Material für den Geldruck mit den Distress Oxide
Material

Material

Gelpress-Platte 15×15 cm auf einer Acrylplatte
Distress Oxide-Stempelkissen in den Farben tumbled glass, peacook feathers und faded jeans
Kopierpapier 160g/qm
Federn
Farbrolle

Vorgehen

Erster Abzug
Als erstes habe ich mit allen drei Distress Oxide-Farben direkt auf die Gelpressplatte gestempelt und mit einer Rolle die Farbe verteilt. Dadurch entstand eine durchgehend uniblaue Farbschicht. Um diese aufzulockern stempelte ich noch einmal mit allen drei Farben direkt auf die Gelplatte. Die dadurch entstandenen Farbquadrate beliess ich so.
Danach legte ich drei Feder auf die Platte, nahm ein Kopierpapier und machte meinen ersten Farbabzug. Da ich den entstandenen Druck als Hintergrund für meine Geburtstagskarte nehmen wollte, verwendete ich dazu festeres Papier (160g/qm).

Dieser erste Druck gefiel mir schon sehr gut, einzig das Weiss der Federn war mir zu intensiv. Da ich noch etwas Farbe auf der Rolle hatte, verteilte ich diese ganz sorgfältig über den ganzen Abzug. Dadurch wurden die Federn leicht bläulich und fügten sich sanfter ins Bild ein

Erster Abzug eines Gelpressdruckes mit Distress Oxide Farben und Federn zur Maskierung
Gelliprint, erster Abzug

Zweiter Abzug
Das schöne am Gelliprint ist, dass man mit dem Farbrest auf der Platte häufig noch einen weiteren Druck machen kann. Also habe ich die Federn entfernt und mit einem weiteren Bogen Papier einen Abdruck genommen. Die Federn waren gut sichtbar, aber das Ganze war ein wenig blass.
Um wieder kräftigere Farben ins Spiel zu bringen habe ich auf dem Druck geschaut, wo noch etwas fehlt und habe an den entsprechenden Stellen direkt mit den Distress Oxide-Stempelkissen auf die Gelplatte gestempelt. Dank der Acrylpaltte konnte ich die Gelplatte wie einen Stempel benutzen und so die Farbe gezielt auf den schon vorhandenen zweiten Abzug übertragen. Und fertig war mein zweites Werk!

Nach Beendigung wurden die Gelpressplatte und die Farbrolle ganz einfach mit einem Feuchttüchlein gereinigt.

Zweiter Abzug eines Gelpressdruckes nach entfernen der Federn
Gelliprint, zweiter Abzug

Im Nu sind zwei wunderbare Hintergründe entstanden, denn das ganze hat keine zehn Minuten gedauert. Ich kann mich gar nicht entscheiden, welcher Druck mir besser gefällt. Hast du einen Favoriten?

Für die Geburtstagskarte werde ich den ersten Abzug verwenden, da sie mir wegen den kräftigeren Farben für mein Vorhaben geeigneter scheint. Falls du wissen willst, wie ich die Geburtstagskarte gestaltet habe, findest du hier meinen Blogeintrag dazu: Geburtstagskarte mit Gelliprint-Hintergrund

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