Heute zeige ich dir, wie du auf einfache Art einen tollen Hintergrund mit einem selbstgemachten Wreathbuilder und Schablonen erstellen kannst. „Wreathbuilder“ ist wieder so ein englisches Wort, für das ich keinen deutschen Ausdruck finde. „Kranzbauer“ wörtlich übersetzt geht ja nun gar nicht. Also verzeih mir bitte, wenn ich beim englischen bleibe. 

Vorgehensweise

Der Wreathbuilder

Auf den Wreathbuilder bin ich bei Youtube-Tutorials von Gina K. Designs gestossen.  Leider habe ich ihre Produkte in der Schweiz noch nirgends gefunden, aber einen Wreathbuilder kann man sich zum Glück ganz einfach selber machen. Ich zeige dir zuerst ein Foto, damit du weisst wir er aussieht und du meine Vorgehensweise einfacher verstehen kannst:

 

Der Wreathbuilder ist also eine Art Schablone, aus der die Form von zwei gleichgrossen Quadraten, die aufeinander liegen und um 45 Grad zueinender gedreht sind, ausgeschnitten wird. Das tönt jetzt ein wenig kompliziert, ist aber in der Tat ganz einfach.

Als Grundlage für den Wreathbuilder benötigst du ein Stück Schablonenfolie, Acetatfolie oder Graupappe von ca. 20x20cm. Die Kunststoffolien haben den Vorteil, dass du sie wieder feucht abwischen kannst. Mit diesen Massen hast du gut Platz für Quadrate mit einer Seitenlänge von 10,5 cm.
Nun zeichnest du dir in etwa mittig das erste Quadrat mit 10,5cm Seitenlänge auf. Um das zweite Quadrat passend 45 Grad gedreht darüber zu zeichnen, misst du 3cm von jeder Ecke, setzest eine Markierung und verbindest jeweils zwei Markierungen gemäss folgender Skizze:

Es ist wichtig, präzise zu arbeiten, denn nur so ist ein schönes Resultat gewährleistet.
Nun schneidest du die Sternform mit einem Cutter oder Japanmesser auf einer Unterlage aus. Und schon ist der Wreathbuilder bereit.

Wer wie ich in der komfortablen Lage ist und einen Schneidplotter zu Hause hat, kann sich den Wreathbuilder natürlich auch damit zuschneiden.

Benötigtes Material für die Hintergrundgestaltung

Für die Hintergrundgestaltung benötigst du

  • Wreathbuilder
  • Tonkarton 10,5×10,5 cm
  • eine Schablone
  • Stempelfarben
  • Kosmetikschwämmchen oder sonst etwas, um die Stempelfarbe bei der Schablone aufzutragen
  • Klebeband

Vorgehensweise

Zuerst solltest du dir ein Farbschema zurecht legen. Du kannst die Karte wirklich bunt mit acht verscheidenen Farben (vier Ecken + vier Seiten) oder dezenter mit zum Beispiel drei bis vier Farben gestalten. Ich habe mich für acht Farben in den Regenbogenfarben entschieden, da ich eine bunt-fröhliche Kindergeburtstagskarte machen wollte. Die Marke der Stempelfarbe spielt bei dieser Technik übrigens keine Rolle. Das wollte ich nur kurz erwähnen, da sie auf den Fotos doch sehr prominent dargestellt ist.

Als erstes fixierst du dir den Wreathbuilder auf einer Unterlage und legst den Tonkarton in die Schablone. Ich empfehle dir, mit einer Ecke zu beginnen, da die Positionierung der Schablone einfacher ist. Ich lege sie nämlich so hin, dass sie ein wenig über die Seitenhälften ragt:

Die Schablone klebst du oben fest, damit du sie einfach hochklappen kannst, wenn du den Tonkarton drehst. Für ein schönes Ergebnis sollte sie nämlich immer an derselben Stelle bleiben.

Zum Schutz des Tonkartons klebe am linken Rand der Schablone auch noch einen Streifen schwach klebendes Band auf. Dadurch kann nicht passieren, wenn du beim Auftragen der Farbe mal über den Rand gerätst. Als Klebeband hierfür eignet sich Washitabe oder das rosafarbene von Tesa kann ich sehr empfehlen.

 

Jetzt beginnst du damit, die erste Farbe auf der Schablone aufzutragen. Bei mit ist das rot. Der Ablauf ist immer derselbe:

  1. Farbe mit dem Schwämmchen auftragen
  2. Schablone reinigen
  3. Schablone nach oben klappen, dabei vorsichtig das Klebeband am linken Rand von Tonkarton lösen
  4. Tonkarton um 45 Grad drehen
  5. Schablone wieder runterklappen und das Klebeband am linken Rand befestigen
  6. nächste Farbe mit dem Schwämmchen auftragen und ab 2. wiederholen

Auf diese Weise fährst du fort, bis alle Ecken und Seiten wunschgemäss gefärbt sind. In Bildern sieht das so aus:

 

Als Resultat erhältst du einen bunten Hintergrund und in der Mitte eine weisse Fläche, die je nach Schablone mehr oder weniger abgegrenzt ist, und in die du direkt einen Text Stempeln kannst.

Hier siehst du ein weiteres Beispiel einer Karte, die ich mit einer anderen Schablone und anderen Farben gestaltet habe:

Fertigstellung

Doch zurück zu meiner Kinderkarte. Da mir die Mitte zu wenig abgegrenzt war, habe ich einen passenden Kreis ausgestanzt, den Rand mit einer der verwendeten Farben eingefärbt und meinen Glückwunsch aufgestempelt. Wenn man diesen Kreis nun in der Mitte aufklebt und alles auf einer passenden Grundkarte befestigt, hat man eine wunderschöne, fröhliche Geburtstagskarte, die auch für eine erwachsene Person geeignet ist.

Um sie noch ein wenig kindlich zu machen, habe ich zwei Nilpferde mit Aquarellstiften bemalt und ausgestanzt. Ebenso wollte ich den Tonkarton noch mit einem passenden Rahmen umgeben. Da man häufig nicht die passende Farbe an farbigem Tonkarton hat, habe ich aus weissem Tonkarton ein quadratisches Stück mit den Massen 11×11 cm zugeschnitten und den Rand mit einer Stempelfarbe, die ich ebenfalls schon benutzt habe, eingefärbt.

Zum Abschluss musste ich nur noch alles aufeinanderkleben und auf der sonnengelben Doppelkarte befestigen. Das Geschenk und den Muffin habe ich noch mit Glossy Accent zum Glänzen gebracht. Und fertig ist meine strahlende Kinder-Geburtstagskarte, die man sicher auch für Erwachsene brauchen kann. Oder?

Einblick in meine Tätigkeit

Wenn dich interessiert, was ich sonst noch Kreatives mache, schau doch in meinem Shop vorbei.

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Alle sichtbaren und erwähnten Markenprodukte in meinen Beiträgen nutze ich aus Überzeugung und habe ich selber gekauft.

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